Yves Olivré

Yves Olivre
Yves Olivre 1979

Tausende französischer Kriegsgefangener befanden sich während des zweiten Weltkrieges in Masuren. Yves Olivré war einer von ihnen. In dem mir vorliegendem Auszug aus seiner Biographie beschreibt er sein Leben während des Krieges. Er kam 1940 in deutsche Gefangenschaft und dann über Trier und Berlin nach Hohenstein. Bis zum Kriegsende war er in Masuren. Nach seinem Lageraufenthalt war er zuerst zu einem Bauern in Malshöfen zur Feldarbeit abkommandiert. Wegen einer Auseinandersetzung mit einem Gefangenenwächter kam er von dort in das Gefängnis auf die Neidenburg. Danach musste er wieder zur Feldarbeit, diesmal zu einem Bauern nach Saberau. Er blieb dort bis 1945 und ging dann mit der Familie aus Saberau auf die Flucht. Der Flüchtlingstreck wurde vermutlich bei Froben (Yves Olivre nennt den Ort Frauenberg) von den Russen überrannt. Yves Olivré kam dann über Polen nach Odessa, dem Hafen am Schwarzen Meer. Von dort aus gelangte er mit einem norwegischen Schiff nach Marseille und erreichte dann im April 1945 nach 5 Jahren Gefangenschaft seine Heimat. Yves Olivré ist 2006 im Alter von 87 Jahren in seinem Heimatort « Brie Sous Matha » im Department Charente-Maritime gestorben.

M. H.

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